Angeboten werden neben obligaten Sprechstunden (Diagnostik, Beratung, Empfehlung geeigneter Therapieverfahren) und Akutbehandlungen (max. 12 Std.) auch psychodynamische Kurzzeittherapie (max. 24 Std.) und vor allem Langzeittherapien, hier Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TfP / regulär bis zu 100 Std. à 50 Min.) und Psychoanalyse (AP / regulär bis zu 300 Std. à 50 Min.) als modifizierte Analyse, sitzend oder im klassischen Setting, liegend.
Behandlungsschwerpunkte sind sämtliche neurotische, affektive Störungen, insbesondere alle Formen von Ängsten (generalisierte Angststörungen, Panik und Phobien, bspw. soziale Phobie), Zwangserkrankungen (Zwangshandlungen und Zwangsgedanken) und depressive Erkrankungen, traumabezogene Störungen (PTBS und Anpassungsstörung) sowie Psychosomatosen, psychosomatische / somatoforme Störungen. Weiterhin anorektische / bulimische Ess-Störungen, sowie umfassende Lebensschwierigkeiten, Beziehungs- und Bindungsstörungen, die aus dem Spektrum von Persönlichkeitsstörungen heraus verstehbar werden, bspw. Borderline-Persönlichkeitsstörung, somit ausdrücklich auch jedwede Formen narzisstischer Genese, allgemein Selbstwertstörungen.
Für Psychosen-Psychotherapie, insbesondere auch unter neuroleptischer Dauermedikation, gelten Einschränkungen, die individuell besprochen werden müssen. Psychotische Krisen in der Vorgeschichte stellen prinzipiell kein Hindernis dar, ebensowenig wie eine solche Dekompensation im Behandlungsverlauf. Bei Suchtproblematik müssen Therapiebedingungen im Einzelfall besprochen werden. Im Falle substanzbezogener Süchte, wie bspw. eines schädlichen Gebrauchs von Alkohol oder Abhängigkeitssyndrom, gibt es Regularien seitens der Krankenkassen. Ähnliches gilt für Cannabismissbrauch. Der habituelle Konsum emotionsregulierender Substanzen stellt hier insofern ein Hindernis dar, als dass Psychotherapie unmittelbar mit unverfälschten Gefühlen, überdauernden Emotionen und Affekten arbeitet und darauf angewiesen ist. Eine psychopharmakologische, antidepressive und/oder anxiolytische Medikamentierung ist auch während einer Therapie möglich, wenn durch diese eine sonst zu destruktive, affektive Zuspitzung gemildert werden kann, die Gefühle regulär aber erhalten und gut zugänglich bleiben.
Ich biete englischsprachige Therapie nur im Ausnahmefall an, da meine Kenntnisse nicht an muttersprachliche Möglichkeiten heranreichen, die das Fundament insbesondere von Langzeittherapien sind und die therapeutischen Potenziale dadurch erheblich limitiert wären. Im Einzelfall, insbesondere bei migrantisch geprägten PatientInnen, kann dies dennoch sinnvoll sein.
Das Angebot der Psychoanalyse grenzt sich deutlich von anderen, wissenschaftlich in ihrer Wirksamkeit anerkannten und somit kassenfinanzierten, sog. Richtlinienverfahren, wie Systemische Therapie und besonders dem behavioristischen Paradigma der kognitiven Verhaltenstherapie (CBT) ab – sowohl methodisch, als auch im Menschenbild. Insbesondere werden vermeintlich dysfunktionale Symptome eines Leidensdrucks nicht etwa abtrainiert, verlernt oder durch neue RS (Stimulus-Response) Verknüpfungen überschrieben.
Die Psychoanalyse funktioniert als ein Beziehungsgeschehen, in dem eine neurotische, konflikthafte Entwicklung aus der Vergangenheit heraus in der therapeutischen Beziehung, der Übertragungsbeziehung, wieder erlebbar und hier umfassend, emotional und geistig durchdrungen, erinnert, wiederholt und durchgearbeitet werden kann. In diesem Prozess reduziert sich die Konfliktspannung, krankheitswertige Symptome können somit aufgegeben werden, die Lebenszufriedenheit nimmt dazu parallel stetig zu. Am Therapieende steht in Aussicht, nicht einfach symptomfrei, sondern insgesamt freier, innerlich mehr Handlungsspielraum zu haben und für künftige Herausforderungen widerstandsfähiger zu sein. Die Krise soll mit ihren jeweiligen Symptomen nicht einfach vergessen oder verlernt, sondern sowohl in ihrer Entstehung, als auch in ihrer Bewältigung als biographisch sinnvolle Lebenserfahrung integriert werden.